counter Josuas Blog: Woche 4
Josuas Blog
Mittwoch, 25. Oktober 2006
Woche 4
Junge, Junge... Jetzt bin ich schon fast n Monat hier. Tag um Tag rast hier ganz schön durch... Und das ohne, dass ich eigentlich von stressigen Arbeitstagen reden kann.
Denn die bestehen zur Zeit hauptsächlich (immer noch) daraus, zweimal am Tag die aktuelle Position der Teile rauszufinden, diese Daten zu digitalisieren, Leuten, die wichtige Informationen haben sollen (und einen aber auch gerne mal an andere Leute weiterverweisen, die das doch eigentlich viel besser wissen :-/ ) hinterherzurennen, zu priorisieren und zu optimieren (wollte mal wieder was nichtssagendes einbauen ;-) ). Nicht sehr spannend, aber das wird jetzt so vielleicht noch max. 1,5 Wochen weitergehen, bevor das Auswerten losgeht. Und da wir langsam aber sicher einen riesigen Haufen (inzwischen sogar methodisch schön aufgenommene) Daten haben.
Was toll ist: Langsam verstehe ich tatsächlich, wenn sich Leute aus der Firma mit Abkürzungen und in Sdenglisch (Schweizerdeutsch-Englisch ;-) ) unterhalten. HPT, HPC, TTLR, TTWAQ, Modul 21 oder (vorsicht: Englisch + Schweizerdeutsch!) chkru - i - zi (= QEC = Quick Engine Change = Modul zur Aufnahme von Rohren und Leitungen, das in einer speziellen Abteilung seperat gesteuert wird) - alles (beinahe) kein Problem mehr! :-)
Und hin und wieder hat man dann auch mal wieder Zeit sich Gedanken über Konstruktionsdetails zu machen (warum sind die Air-Seals eigentlich in Honeycomb-Form?) ...
[ oh, je... ich versuch's jetzt auch für den Triebwerksmaintenance-Uninteressierten wieder interessant zu machen! ]
Wenn ich hier fertig bin kann ich also qasi ein Triebwerk blind benennen (man wird sehn... ;-) ).
Mir sind die letzte Zeit außerdem einige lustige Besonderheiten der Schweiz aufgefallen:
- Die Sprache:
Naja, jeder kennt das Schweizerdeutsch. Und ich habe auch schon geschrieben, dass es teilweise echt schwer zu verstehen ist (vergleichbar vielleicht mit dem Holländischen) . Aber anders als deutsche Dialekte, die ja teilweise als Übel angesehen werden, sind die Schweizer eher einem Konflikt ausgesetzt: Sie identifizieren sich mit ihrer Sprache, die andererseits keine klar definierte ist... Das zeigt sich zum Beispiel im Radio: das normale Programm ist in Schweizerdeutsch, klar... Aber die Nachrichten sind bunt gemischt: Hauptnachrichtentexte: Hochdeutsch; Berichte von Reportern (und deren Ankündigung): Schweizerdeutsch; Sport, Wetter: Schweizerdeutsch.
Teilweise werden auch Emails in Schweizerdeutsch geschrieben ("Grüezi zäma...."). Sehr lustig.
- Gratis-Zeitungen:
Morgens in der Tram / im Bus sieht man kaum jemanden ohne dieses übelste Boulevardblatt "20 Minuten". Ich glaube die Schweizer sind ein so hochleistungsorientiertes Volk, dem es unangenehm ist, mal nichts zu tun zu haben, bzw. wenn jemand anderes das denken könnte, dass sie sogar morgens das Opfer auf sich bringen, dieses Bild-Zeitungs-mäßige Sensationsblatt geistig (soweit man seinen Geist dazu braucht) aufzusaugen. Abends gibt's das ganze Schauspiel dann nochmal (nicht ganz so heftig) mit der "heute"... Seltsames (und vielleicht trotzdem nicht wirklich berichtenswertes) Phänomen.
Wie man sieht: Wenig Neues, viel Lahmes... Aber vielleicht wirds ja nächstes mal interessanter? *Akte X Musik* ;-)

to be continued...

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nichtssagend?
hey jos, wir wissen beide, dass wir da unterschiedliche meinung haben.. daher hab ich mich auch zurueckgehalten, aber was ist an "hinterherzurennen, zu priorisieren und zu optimieren" nichtssagend? die wirtschaft hat nun mal ihre eigenen (fach-)begriffe wie auch die physik. ein flaechentraegheitsmoment sagt dem bwl'er auch nichts.. dafuer ein workflow sehr viel! auch wenn das eine mathematisch erfassbar ist, das andere nicht.. dennoch hat es aussagekraft!

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Ok... dazu muss ich ein paar grundsätzliche Dinge sagen:
Alles was ich hier schreibe ist höchst subjektiv und passt (trotzdem) villeicht hin und wieder (wenn der Text dadurch unterhaltsamer wird) nicht 100%ig zu meiner Meinung. So auch in diesem Fall. Ich finde priorisieren sogar einen sehr aussagekräftigen Begriff, den ich selbst gerne verwende. Aber in dem Zusammenhang wie ich ihn verwendet habe ist die Aussagekraft doch eigentlich gleich null. Denn priorisieren und optimieren sind doch (im Gegensatz zu bspw. dem tätigkeitsorientierten Verb "schlafen") eher ein objektorientiertes Verb, bei dem die (wichtige) Information also eher dadurch entsteht, dass ich sage was ich optimiere und wo ich Prioritäten verteile, oder? Konkret: Wenn ich schreiben würde: "Heute nacht habe ich gut geschlafen." würde der Leser sich glaube ich besser informiert fühlen, als wenn ich schreiben würde "Heute habe ich gut optimiert." Naja, oder sowas in der Art zumindest... ;-)
Aber du hast Recht: Ich mag die BWL nicht. Ich vermisse die Präzision, die ich aus den Naturwissenschaften gewohnt bin. Deswegen hing ich ja auch am Anfang nach der ziemlich diffusen Problemstellung hier beim Praktikum so in der Luft. Ich war bisher immer präzise Probleme gewohnt. Für einen BWL'er ist sowas vielleicht Alltag und er käme damit besser klar!
Also mein (wie gesagt subjektives) Fazit: Mein Ding ist's nicht, aber schaden tut's auch nicht, sich mal damit zu befassen. Und wie bei vielen anderen Dingen auch: (beinahe) Alles hat auf seinem Gebiet seine Daseinsberechtigung!

(falls sich außerdem noch ein paar mehr (der unzähligen Leser ;-) ) in diese Diskussion einklinken wollen: fühlt euch frei! Dann fühl ich mich auch nicht so allein beim bloggen! :-) )

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hehe, ja, hast recht.. "ich hab heute gut optimiert" sagt nicht viel aus. aber "ich habe meinen schlaf optimiert, indem ich laenger geschlafen habe" ist schon sehr aussagekraeftig. aber das ist ja dann genau wie du gesagt hast: ich hab gesagt, WAS ich optimiere..:)
aber so eine diskussion ueber eine blog-kommentar-funktion zu fuehren, ist auch muesig (muehsig?).....:)

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